Comenius-Projekt „Menschenrechte in Europa“ 

Wir stellen hier kurz unser Comenius-Projekt mit dem Thema: „Menschenrechte in Europa“ vor. Die europäischen Partner dieses Projektes (Zypern, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Polen, Tschechische Republik, Spanien und  Italien) setzen sich für gleiche Rechte und Freiheit innerhalb Europas ein. Wir möchten Schülerinnen und Schüler auf die Tatsache aufmerksam machen, dass diese Rechte bisweilen verletzt werden und es gilt, im alltäglichen Leben jedes Einzelnen, sie zu wahren und für sie einzustehen. D.h. es entstehen aus den Rechten auch Anforderungen und Aufgaben wie z.B. Bemühungen um Integration sowie Respekt und Toleranz statt Ausgrenzung und Intoleranz.

Wir sind überzeugt, dass gerade in Zeiten der Gefährdung durch den internationalen Terrorismus und die daraus wachsenden Ängsten, die Freiheit, die Integration und die Sicherheit der Europäischen Bürger an oberster Stelle stehen.

Dieses Projekt soll unter anderem sozial schwachen oder behinderten Menschen in Deutschland und anderen Europäischen Ländern helfen.

Ziele u.a.:

  • Bewusstmachung, dass nur gemeinsame, grenzüberschreitende Anstrengungen zur Einhaltung gemeinsamer Werte und Rechte, eine freiheitliche, europäische Gesellschaft bewahren können.
  • Bewusstmachung der Möglichkeiten und Notwendigkeiten internationaler Kooperation in Menschenrechtsfragen.
  • Bewusstmachung von Chancen und Schwierigkeiten interkulturellen Dialogisierens.
  • Stärkung eines gemeinsamen europäischen Bewusstseins mit gemeinsamen Wertvorstellungen.
  • Bewusstmachung von Rechten sowie gleichzeitig Herausforderungen und Aufgaben als Europäer diesbezüglich.

Arbeitsweise: 

Wir sprechen viel im Unterricht, diskutieren, und sammeln Anregungen über Menschenrechte an der Tafel. Zu Beginn der Projektarbeit haben wir in Gruppen Referate über die am Projekt teilnehmenden europäischen Länder vorbereitet. Es folgte eine Reise nach Tschechien, an der drei SchülerInnen aus der  Comeniusgruppe  teilnehmen durften . Der Bericht darüber ist auch hier auf der Website zu finden. Im Unterricht arbeiten wir kreativ, z.B. werden wir im Februar eine PP Präsentation über die Entwicklung der Menschenrechte in Deutschland zusammenstellen und diese im Rahmen des nächsten Treffens in Zypern vorzeigen.

Finanzierung:

Finanziert wird dieses Projekt, so wie alles was damit in direktem Zusammenhang steht, durch die EU, die folglich auch die Reisen und die Treffs in den Ländern der Partnerschulen finanziert.

Auswirkungen:

Schaffung von Motivation, sich mit Menschanrechtsfragen zu beschäftigen durch praktische Erfahrungen mit Musik, Dichtung und Kunst.

  • Nachhaltiger Austausch zwischen Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern über Menschenrechtsfragen möglichst über die Dauer des Projektes hinaus.
  • Besprechung unserer Thematik und damit Bewusstmachung im familiären Umfeld, in den teilnehmenden Schulen sowie in der lokalen Öffentlichkeit.
  • Kenntnis der Notwendigkeit und Nützlichkeit von ICT zu Kommunikations- und Forschungszwecken.
  • Erzeugen von Wachsamkeit und kritischer Betrachtung bei Schülerinnen und Schülern im Falle von Menschenrechtsverletzungen im eigenen Umfeld, im eigenen Land oder in Europa.

Bezug zu Lehrplänen:

Unser Projekt hat Berührungspunkte mit Themen, die in einigen Fächern wie Kunst, Geschichte und Informatik, durchgenommen werden. Diese sind unter anderem:

  •  Erziehung zur Gleichberechtigung
  • Friedenserziehung
  • Kulturelle Praxis
  • Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung und Medienerziehung
  • Kulturelle Verständigung durch Bilder und Musik
  • Kulturelle Praxis: Kooperatives, projektartiges Lernen und Arbeiten
  • Interkulturelles Lernen
  • Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz im Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen

Hessische Schule für europäische Schulpartnerschaft ausgezeichnet

Menschenrechte in Europa: Kurt-Schumacher-Schule Karben erhält eTwinning-Qualitätssiegel vom Pädagogischen Austauschdienst

Wie spannend europäische Fragestellungen im Unterricht sein können und welchen Bezug sie zum eigenen Alltag haben, konnten Schülerinnen und Schüler im COMENIUS-eTwinning-Projekt “Menschenrechte in Europa“ erfahren. Die Zusammenarbeit über das Internet zu diesem Thema hat die Jury überzeugt, so dass die Kurt-Schumacher-Schule in Karben mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet wurde.

Gemeinsam mit Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aus sieben weiteren europäischen Staaten haben sich die Karbener Schülerinnen und Schüler im Unterricht intensiv mit Menschenrechtsfragen beschäftigt und in englischer Sprache dazu ausgetauscht. Aufgrund des fächerübergreifenden Themenansatzes boten sich neben dem Fremdsprachenunterricht zahlreiche Anknüpfungspunkte in weiteren Fächern wie Musik, Kunst, Politik und Geschichte. Ihre Ergebnisse haben die teilnehmenden Schulen in einem Blog ausführlich dokumentiert, der durch seine mediale Vielfalt aus Videos, Präsentationen, Bildern und Gedichten bis zu Drehbüchern und Interviews beeindruckt. Auch zwischen den bei COMENIUS-Projekten stattfindenden Präsenztreffen riss der Gesprächsfaden nicht ab – sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte blieben per Blog oder Chat in Kontakt.

eTwinning ist ein Programm, mit dem Schulen in ganz Europa Schulpartnerschaften über digitale Medien und das Internet aufbauen. Als Teil des Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Union wird eTwinning von der Europäischen Kommission und der Kultusministerkonferenz gefördert. Europaweit sind derzeit rund 100.000 Schulen bei eTwinning angemeldet und nutzen die eTwinning-Plattform für innovative Projektarbeit. Der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz ist in Deutschland die Nationale Koordinierungsstelle für eTwinning. Er unterstützt die an eTwinning teilnehmenden deutschen Schulen durch Beratung, Fortbildung und Unterrichtsmaterialien.

Das eTwinning-Qualitätssiegel ist eine Auszeichnung, die von einer unabhängigen Jury aus Bildungsexperten vergeben wird. Die Jury begutachtet die Projekte nach Kriterien wie pädagogischer Innovation, Schüleraktivität sowie dem kreativen Einsatz digitaler Medien.

Blog zum Projekt „Human Rights in Europe“: http://www.humanrights-in-europe.blogspot.de/

Weitere Informationen finden Sie unter: www.eTwinning.de

Antje Schmidt 

Pädagogischer Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz

 


 

2013: KSS wird für das Comenius Projekt "Human Rights in Europe" mit Preis ausgezeichnet.