Jugendorchester Karben „Intermezzo“ in Italien

„Zwei Schulen, Zwei Städte, zwei Länder – eine Sprache: Musik“

Es ist Samstag, der 3. Mai  2014, 22:30 Uhr. Alle Schüler der Kurt-Schumacher-Schule Karben schlafen friedlich in Ihren Betten und träumen von einem schönen Sonntag… 

Alle? Nein! Eine kleine Gruppe von 45 unbeugsamen Jugendorchestermitgliedern bricht auf in ihre „verspäteten Osterferien“. Doch halt!!! Als Ferien kann man ihren kurzen Aufenthalt in Chieti in Italien nicht betrachten, schließlich gilt es zwei Konzerte zu spielen, zwei Städte zu besichtigen und die malerische Natur der Abruzzen zu genießen. Zwar liegt Rom in der Nähe, doch eine Fahrt dorthin konnte leider nicht im „Zeitbudget“ untergebracht werden.

Doch zurück nach Karben: Da standen nun die jungen Musikerinnen und Musiker vom Jugendorchester Intermezzo samt Eltern am Busrondell der Kurt-Schumacher-Schule und umrundeten den Bus. Dirigent war in diesem Moment nun der Busfahrer und Chef-Chauffeur„Siggi“, der Haare-raufend die Kofferträger hin- und her dirigierte und mit musikalischem Know-How verblüffte, hatte er das Orchester doch schon mehrfach gefahren: „Äh- muss die Tuba auch mit? Wow – sind die Pauken wirklich so groß?“ Nach kurzen Befürchtungen nicht alles mitnehmen zu können gab es aber Entwarnung – alles wurde souverän untergebracht und es konnte pünktlich losgehen.

Gen Süden

War die Busreise zunächst von vielen aufgeregten Gesprächen über das Kommende geprägt, beruhigten die von den Mamas belegten Brötchen und Getränke bald die Lautstärke. Vor dem Gotthardtunnel hörte man dann meist nur noch ein gleichmäßiges Atmen, wenngleich die Anpassung an die beengten Bussitze einigen (Lehr-)Körpern doch recht schwer fiel – das Fluchen darüber war durch die darüber befindlichen Alpen aber sehr gedämpft.

Nach dem eher grauen und feuchten Wetter in Deutschland erwarteten uns beim Zwischenstopp in Italien bereits sommerliche und freundliche 23 Grad. Die Sonnenmilch wurde gezückt – welches Wetter würde uns wohl in Chieti vergönnt sein?

Bei der Weiterfahrt rückte nun die Betrachtung der wunderschönen Landschaft Italiens hinzu. Zeitweilig kam man mit dem Gucken kaum hinterher, da es zu allen Seiten hin Berge, Wiesen, Meer und malerische Städte zu sehen gab. Selbst die eifrigsten Facebook-Schreiber konnten sich von ihren Smartphones loseisen um die zum Teil verschneiten Bergkuppen zu bestaunen. Ganz im Sinne des Betreuerteams neigten sich auch die Akkus der Smartphones langsam aber sicher dem Ende zu…

Nach etwa 20-stündiger Fahrt erreichten wir am Nachmittag endlich unser Ziel Chieti.

Wir erreichen Chieti

Spätestens beim Erreichen des ausgemachten Treffpunktes wurde uns bewusst, dass Chieti in einer hügeligen Gegend liegt und dass ein Bus nicht bei gefühlten 100%Steigung und 1,50m Straßenbreite anhalten und ausladen kann, zumal auch beide Seiten der Straße mit den Autos der Gastfamilien zugeparkt waren (Andeutung: Autofahren in Italien ist auch etwas sehr spezielles…).

Hier zeigte sich nun eine erste Stärke des Betreuerteams: Frau Curto (Italienisch-Lehrerin an der KSS) verhandelte gestenreich (wie in Italien üblich) mit den Italienern, Herr Ruffmann und Herr Behrendt (Musik-Lehrer an der KSS) wiesen den Bus ein, gleichzeitig wirkte Frau Schmitt (Stadtkapelle Karben) auf den Busfahrer ein, während Herr Ulrich (Stadtkapelle Karben) die Schülerinnen und Schüler in Schach hielt.

Schnell wurde ein anderer Treffpunkt ausgemacht, ein Autokorso, angeführt von unserem Bus, ergoss sich über die engen Spitzkehren, bis wir schließlich auf einem größeren Parkplatz ankamen, wo alle Platz zum Parken hatten.

Italienisch-leidenschaftliche Begrüßung

Im Voraus hatten sich viele Schülerinnen und Schüler bereits per Internet miteinander bekannt gemacht. Mit welcher Herzlichkeit und Freundlichkeit unsere jungen Musikerinnen und Musiker nun aber begrüßt wurden, ließ allen ganz warm ums Herz werden: Da wurden die von der langen Busfahrt etwas zerknitterten Schüler in den Arm genommen, gedrückt und geherzt,  als seien es die eigenen Kinder, die nach monatelanger Klassenfahrt nach Hause kommen…

Alle wussten gleich: Hier sind wir absolut richtig!

Rasch wurden die Koffer in die Autos umgeladen und dann ging es direkt in die Gastfamilien – die Berichte, was dort an Pizza und Pasta am Abend dann aufgefahren wurde, überschlugen sich am nächsten Morgen beim gemeinsamen Treffen.

Frühsport, Frühstück  und Konzert

Nach einem typisch italienischen Frühstück, das aus Milchkaffe, Weißbrot und süßen Brotaufstrichen bestand, begann das Tagesprogramm mit der Teilnahme am Sportunterricht . Bei Volleyball und Basketball wurden nach anfänglich kritischem Beäugen gelungene Ballwechsel schnell umjubelt. Die Sprachbarrieren wurden rasch durchbrochen und alle unterhielten sich untereinander einfach auf Englisch – erste freundschaftliche Bande wurden geknüpft.

Nach einem gemeinsamen zweiten köstlichen Frühstück wurde es dann „offizieller“. Nach kurzer Probe durfte das Jugendorchester Intermezzo die Begrüßungsfeier musikalisch umrahmen und bekam nach der Eröffnungsouvertüre großen Applaus. Schulleiterin, Musiklehrer und einige Schüler begrüßten die Musikerinnen und Musiker aus Karben wiederum auf das herzlichste. Die italienischen Schülerinnen und Schüler der Schule „Chiarini-De Lollis“, einer sogenannte „Scuola Media“, also einer „Mittelschule“ für die Jahrgangsstufen 6-8, hatten zwei Präsentationen vorbereitet. Zum einen stellten sie den deutschen Gästen die Stadt Chieti mit einem bedeutenden archäologischen Fund (einer Kriegerstatue) vor, zum anderen gaben sie einen Einblick in das italienische Schulsystem. Dazwischen gab ein italienisches Gitarrenensemble eine musikalische Kostprobe mit Astor Piazollas legendärem Stück „Libertango“.

Zwei Schüler aus Karben, Julia und Robert,  stellten dann das deutsche Schulsystem (auf Englisch) vor und regten so zum Nachdenken und Vergleichen an. Interessant war auch zu erfahren, dass die musikalische Grundausbildung in Italien vor allem innerhalb des schulischen Musikunterrichtes stattfindet. Musikschulen wie bei uns gibt es nicht. Wer seine musikalische Ausbildung in Italien vertiefen möchte, muss sich an Privatlehrer oder private Musikschulen wenden, die zum Teil sehr teuer sind.

Der Nachmittag war dann für Orchesterproben reserviert. Zwischendurch haben wir immer wieder das tolle Wetter genossen. Wer nicht gerade die Sonne anbeten wollte, konnte entweder mit italienischen Schülern weiter Basketball spielen, oder bei Herrn Ruffmann einen Frisbee-Kurs zum Thema „spektakuläre Wurftechniken“ belegen.

Der Balkon der Abruzzen und eine Nonne mit drei Brüsten

Am nächsten Tag wurden wir nach dem Frühstück mit einer Stadtführung durch das äußerst malerisch gelegene Städtchen Guardiagrele – dem „Balkon der Abruzzen“, wie man es nennt – kulturell gebildet. Unsere extra organisierte Stadtführerin zeigte uns die bekanntesten und interessantesten Gebäude und Plätze der Stadt. Die malerisch schöne Altstadt und die zauberhafte Umgebung waren sehr beeindruckend. Kein Wunder, dass diese Stadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten bestückt war – wunderschöne Kirchen und Klöster, sowie alte Gebäude in engen Gassen prägen das Stadtbild.

Besonders neugierig waren die Schülerinnen und Schüler allerdings auf die „Nonne mit den drei Brüsten“, deren Ankündigung bereits im Bus heftige Unruhen hervorgerufen hatte. Dahinter verbirgt sich eine leckere Süßspeise (ähnlich einem gefüllten Windbeutel), deren Entstehung eine geschichtsträchtige Vergangenheit hat. (Näheres erzählen die Intermezzos gerne im persönlichen Gespräch!).

Alle durften dann etwas Freizeit genießen: Mitbringsel shoppen, ein Café besuchen oder einfach weiter bummeln gehen und die schöne Aussicht genießen.

Diese Entspannung war auch wichtig, denn wie Chieti ist auch Guardigrele auf einem Hügel gelegen, was umfangreiches Treppensteigen bedeutete…

Am Nachmittag waren dann wieder Proben für den Höhepunkt der Austauschfahrt angesagt: Am folgenden Tag sollte das gemeinsame Konzert vor großem Publikum stattfinden. Daher wurde jetzt auch erstmalig zusammen mit dem italienischen Orchester geprobt: Beide Orchester sollten gemeinsam die jeweiligen Nationalhymnen spielen sowie die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven.

Als zunächst Intermezzo die Stücke für den großen Konzertabend probte, hörten bereits einige italienische Schüler zu. Als wir dann ein Medley mit italienischen Songs (Azzuro, Gloria,…) auflegten, waren diese kaum noch zu halten und sangen lauthals mit – ein untrüglicher Beleg für die zeitlose Beliebtheit dieser Klassiker bei Italienern aller Generationen. Der Applaus nach diesem Stück und die Rufe „We love you!“ bestätigten die richtige Wahl dieses Titels.

Saiteninstrumente+Blasinstrumente+Schlaginstrumente = großes Sinfonieorchester

Eine ganz besondere Möglichkeit des gemeinsamen Musizierens ergab sich durch die besondere Art der Zusammensetzung der beiden Jugendorchester: Das Blasorchester aus Deutschland („Orchestra di Fiati“) und das Streichorchester (bereichert durch Gitarren und Perkussionsinstrumente) verschmolzen miteinander zu einem großen Sinfonieorchester. Schade nur, dass die Bühnen so klein waren und nicht immer alle 90 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig musizieren konnten.

Das Musizieren vor Publikum ist immer eine wichtige Erfahrung für junge Musiker. Das gemeinsame Musizieren, das integraler Teil des Austausches ist, erweiterte den musikalischen Horizont der Karbener Schülerinnen und Schüler enorm: Wie ist das so mit Streichern? Oder Originalton der Schüler: „Oha! – Der [italienische Dirigent] dirigiert ja ganz anders, da muss ich genau schauen…“

Ein ganz besonderes „Schmankerl“ ergab sich, als unsere Euphonium-Spielerin Milena den Taktstock ergriff und die Leitung des Orchesters übernahm: Vertieft in Gespräche während einer Pause hörten die LehrerInnen von draußen plötzlich das Orchester von innen spielen. Schnell gingen Frau Curto, Frau Schmitt, Herr Ulrich, Herr Ruffmann und Herr Behrendt in den Probensaal. Dort saß das Orchester hochkonzentriert und gut musizierend auf der Bühne und probte unter Anleitung von Milena. Nach einigen Minuten konstruktiven Probens gelang ihr allerdings die Nachahmung von Herrn Behrendt so gut, dass am Ende großes Gelächter ausbrach. Alle waren gut gelaunt und der italienische Dirigent lobte wiederholt de Disziplin von „Intermezzo“.

Theatro Marruccino und Pizzapolonaise

Nachdem die gemeinsame Probe beider Orchester erfolgreich verlaufen war, sollte nun die Generalprobe im alten „Teatro Marruccino“ stattfinden. In der Nacht vorher wurden noch letzte Vorbereitungen getroffen: So wurden von den Musiklehrern noch einige Noten für die Trompeten und Euphonien umgeschrieben, zum Teil aus der Partitur herausgeschnippelt, zum Teil auf dem Laptop wegen der Transposition eingegeben. Schließlich waren alle bereit und wir konnten den Bus Richtung Zentrum starten. Leider war eine Anfahrt bis ganz zum Theater nicht möglich, die letzten 500 Meter mussten also die Instrumente und zum Leidwesen der „starken Jungs“ auch die Pauken geschleppt werden. Das war aber kein Problem – alle waren gut gelaunt und jede/r packte mit an.

Im Teatro herrschte erstmal etwas Verwirrung: Wo müssen wir hin? Welche Umkleidekabinen dürfen wir benutzen? Wo ist die Toilette? Und das wichtigste für unsere Damen: „Wo gibt es Spiegel? Wir müssen uns doch schminken!!!“

Schnell war alles geklärt und wir konnten loslegen. War das Theater von außen schon pompös, war der Blick von der Bühne einfach nur beeindruckend. Ein Theater wie in einem „Sissi-Film“, wurde der Blick auf die 5 Ränge mit den 6er Kabinen im Rundbogen von einer Schülerin kommentiert. Alles mit feinsten Holzschnitzereien und rotem Samt edel ausdekoriert. In so einem edlen Schuppen hatte wohl noch niemand von uns gespielt…

Die Generalprobe lief prima – dann hieß es umziehen, Outfit glätten, noch schnell ein Gruppenfoto und hinaus auf die Bühne.

Das große Konzert begann zunächst mit den Nationalhymnen. Schon beim Musizieren der deutschen und italienischen Hymne hatten viele eine Gänsehaut, genau wie beim weiteren Verlauf des Konzertes.

Nach den Hymnen wurden aber erstmal Reden gehalten: Von der Schulleiterin in Chieti über den Bürgermeister, bis hin zum Kulturdezernenten der Region wurden gegenseitige Gruß- und Dankesworte ausgetauscht. Auch Herr Behrendt bedankte sich im Namen des Orchesters für die wunderbare Gastfreundschaft und für das sehr großzügige Entgegenkommen von Politik und Stadt, hatten diese doch sehr viele Gelder für unseren Aufenthalt bereitgestellt.

Dann aber wurde die Aufregung der jungen Musikerinnen und Musiker nicht weiter strapaziert, und sie durften so richtig beginnen mit ihrem großen Auftritt. Die erste Konzerthälfte durfte von den „Tedeschi“, den Deutschen bestritten werden. Das Jugendorchester Intermezzo legte mit der „Phoenix Ouverture“ dem Wortlaut entsprechend einen feurigen Start hin und spielte im weiteren Verlauf unter anderem eine Suite von barocken Tänzen aus der Feder des Italieners Lorenzo Pusceddu – natürlich auch ein musikalischer Gruß an unsere Gastgeber! Besonders ins Zeug legten sich die Musikerinnen und Musiker selbstverständlich bei dem Medley der „Italo Pop Classics“, einer Hommage an die musikalischen Größen der italienischen Popmusik. Mit dem Hit „Evil Ways“ von Carlos Santana beendete Intermezzo seinen formidablen Auftritt, dirigiert von Marvin Ulrich. Nach der Pause begaben sich die Musikerinnen und Musiker in die für sie vorgesehenen edlen Logen-Kabinen des Theaters, und nun übernahm das italienische Orchester das Bühnengeschehen. Unter der Leitung von Dirigent Paolo Angelucci überzeugten die Schülerinnen und Schüler mit anspruchsvollen und pfiffigen Arrangements klassischer Werke wie etwa Beethovens 5. Sinfonie oder Auszügen aus Mozarts Zauberflöte. Daneben wurde das einfühlsame musikalische Thema zum Film „Forrest Gump“ sowie der emotionsgeladene Soundtrack von „Gladiator“ präsentiert. Das Orchester wurde vom lokalen Publikum wie auch von den deutschen Gastschülerinnen und –Schülern mit enthusiastischem Applaus bedacht und somit für eine lange und intensive Probenarbeit belohnt – ein wirklich gelungenes und wunderschönes Konzert beider Orchester und gerade für die jungen Musikerinnen und Musiker aus Karben angesichts des grandiosen Ambientes im „Teatro Maruccino“ bestimmt ein unvergessliches Musikerlebnis...

Nach dieser Energieleistung hieß es im Anschluss: Feiern, bis der Arzt kommt. Dafür hatte man extra in einem Nachbarort eine Pizzeria gebucht, die ALLEN Beteiligten – also Musikerinnen und Musikern, den Gasteltern sowie den Lehrkräften der italienischen wie der deutschen Schule Platz bieten sollte. Nach einer kleineren Odysee des deutschen Buses durch die nächtliche Hügellandschaft der Abruzzen-Ausläufer, während der diverse Navigations-Instrumente auf ihre Tauglichkeit hin überprüft wurden, gelangte man schließlich an besagter Pizzeria an. Drinnen war groß eingedeckt worden und ein eigens für die Feier engagierter DJ hatte bereits seine Arbeit aufgenommen. Dann begann der Festschmaus. Dass man in Sachen wunderbar schmackhaftes Essen in Italien absolut an der richtigen Adresse ist, das war der Gruppe aus Deutschland in den Tagen zuvor bereits offenbar geworden. Hier bestätigte sich der Eindruck einmal mehr – auch, was die Mühe und die Reichhaltigkeit anbelangte, welche die Italiener uns Gästen zuteil werden ließ. Einmal mehr waren wir überglücklich und schwer beeindruckt von einer phänomenalen Herzlichkeit und Gastfreundschaft! Schnell entwickelten sich interessante und anregende Tischgespräche, die allerdings schon nach kurzer Zeit zur akustischen Belastungsprobe wurden – nämlich in dem Maße, in dem der DJ so langsam aber sicher begann, seine Lautstärkeregler nach oben zu schieben. Dies wiederum erfreute die Jugend im Saal um so mehr, und so fand sich nach nicht allzu langer Zeit ein turbulenter und quietschfideler Haufen bunt gemischter Jugendlicher aus Italien und Deutschland auf der Tanzfläche ein und ließ den Boden zu den derzeit angesagten Partykrachern erbeben. Eine Polonaise folgte auf die andere, und wenn sie nicht gegen Mitternacht so langsam aber sicher von den allmählich müder werdenden Gasteltern abgeholt worden wären, wer weiß – vermutlich hätten sie die Nacht durchgetanzt...

Abschied & viele Tränen

Am darauffolgenden Tag, dem letzten des Aufenthalts, stand am Vormittag bei herrlichem Wetter ein Rundgang durchs schöne Chieti  auf dem Programm. Natürlich darf dabei auch ein wenig Kultur nicht fehlen! Und so wurde die Gruppe sichtlich müder Musikerinnen und Musiker von einer sachkundigen Führerin zielsicher durch sämtliche Sehenswürdigkeiten gelotst, was bei Jugendlichen in diesem Alter im allgemeinen große Begeisterung auslöst. Unter anderem wurden die Überreste eines römischen Thermalbades besichtigt; die Anlage und deren Funktionsweise wurde von Schülerinnen und Schülern der Schule Chiarini-De Lollis unter Anleitung der Geschichtslehrerin in mehreren kleinen Referaten erklärt.

Zurück auf dem Schulgelände hatten die Schülerinnen und Schülern nun noch den Nachmittag zur freien Verfügung. Dieser wurde genutzt zum Bummel durch die Stadt, zur Verkostung von echtem italienischen Gelato, einem ausgiebigen Sonnenbad oder aber Sport, Spiel und Spaß mit Ball oder Frisbee-Scheibe.

Dann ging auch dieser Tag zur Neige, und die Schülerinnen und Schüler wurden für ein letztes Abendessen in den Gastfamilien abgeholt. In der allgemeinen Aufbruchsstimmung dämmerte so allmählich dem Einen oder Anderen, dass diese wenn auch sehr kurze doch überaus intensive Phase des Kennenlernens und Miteinanders nun zu Ende ging. Da sah man auf einmal rührende Szenen der Wehmut auf beiden Seiten: Es flossen literweise Tränen und wechselten sich dann wieder ab mit strahlenden Gesichtern bei all den schönen Worten, die noch einmal ausgetauscht wurden. Frau Curto fungierte hier nochmals unverzichtbar als Übersetzerin, um auch ja sicher zu gehen, dass alle Dankesworte, Glückwünsche und Wiedersehensbekundungen richtig übermittelt würden. Es war beeindruckend, wie viel dieser kurze Besuch den jungen Menschen bedeutete. Angesichts dieser Bilder verspürten auch die Betreuer durchaus eine gewisse Rührung.

Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen in den Gastfamilien war dann am Bus der endgültige Moment des Abschieds gekommen. Bus-Guru „Siggi“ verstaute all das Gepäck, das bei all den Mitbringseln bestimmt noch einmal mehr geworden war, zielsicher im Rumpf seines Schiffes und war bereit, die Anker zu lichten. Von der offenen Tür des langsam abfahrenden Buses erschallte noch ein letztes Mal die Stimme Herr Behrendts in den Himmel der nächtlichen Abruzzen: „PER-FET-TO!!!“ – ein Wort des Danks an all die wunderbaren Menschen, die unseren Aufenthalt bei ihnen zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hatten.

Die Rückreise verlief nahezu reibungslos – zumindest für die Fahrtgäste. Unser Tausendsassa Siggi durfte tatsächlich noch auf irgendeiner italienischen Raststätte den ersten Busreifenwechsel seiner Karriere erfolgreich durchführen. Aber auch das konnte unsere sichere und wohlbehaltene Rückkehr in Karben am frühen Abend des folgenden Tages nicht verhindern, wo nach erneuten 20 Stunden Busfahrt haufenweise hundemüde aber überglückliche junge Menschen, die um eine großartige Erfahrung reicher waren, von ihren Eltern in Empfang genommen wurden.

Der Gegenbesuch unserer italienischen Freunde ist für 2015 geplant – eigentlich müssten wir schon jetzt anfangen Kochkurse zu belegen, um allein schon der uns entgegengebrachten kulinarischen Gastfreundschaft gerecht zu werden.

Zum Schluss

Etwas grundsätzlicher gefasst erfüllt dieser Austausch, wie jeder andere Schüleraustausch, den europäischen Gedanken mit Leben. Er macht das Gemeinsame, aber auch die Vielfalt innerhalb des gemeinsamen Hauses Europa begreifbar. Die Schüler erleben dies in den Gastfamilien unmittelbar und sicherlich authentischer als aus der Touristenperspektive – Kultur und Mentalität konnten unmittelbar erfahren werden. Über die Musik kam man sich näher - die Musik wurde als gemeinsame Sprache genutzt.

Vielen Dank an alle die dies (finanziell) ermöglicht haben, insbesondere an den Förderverein der Kurt-Schumacher-Schule und die Stadt Karben!

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02.07.2014 Jugendorchester Aeroflott bei „Schulen musizieren“: Regionalbegegnung in Gießen 

Am 14.02.14 trafen wir (das Jugendorchester Aeroflott) uns morgens um 08:00 Uhr auf dem Busparkplatz an der Kurt-Schumacher-Schule in Karben. 40 Notenständer, das Schlagzeug und unsere Instrumente mit Noten mussten im Bus ihren Platz finden. Das ging auch relativ schnell, da jede/r mit anpackte, denn Frau Jakobi und Herr Behrendt hatten vorher in den Proben schon mehrfach darum gebeten. Danach ging es aufgeregt und voller Spannung und Vorfreude nach Gießen. Auf der Fahrt hörten wir Musik und unterhielten uns. Besonders beschäftigte uns die Tatsache, dass wir als letzte im Programm vorgesehen waren und so die Urkundenverleihung musikalisch umrahmen sollten. Nach kurzer Fahrt kamen wir in Gießen an. Zunächst gingen wir ohne Instrumente in die große Halle und hörten vielen Orchestern, Chören und Bläserklassen zu, von denen einige auch aus Grundschulen kamen.

Gegen 11: 00 Uhr gab es eine kleine Pause und wir unterhielten uns oder tobten uns etwas aus – schließlich kann Stillsitzen auch etwas anstrengend sein. Vor der Pause hatten 2 Musiker von uns noch Unfug mit ihrer Getränkeflasche getrieben, somit kam es zu einer Art „Wassermusik“. Diese durften sie dann mit Tüchern in der Pause beseitigen. Als Stärkung und Nervennahrung hatte unser Trompeter Arne eine Ladung Muffins gebacken, die von allen genüsslich verspeist wurde. Ob seine Mutter, die uns bei dieser Fahrt begleitet hat beim Backen mitgeholfen hat, wollte er aber nicht verraten.

Nach der Pause gingen wir zum Bus und holten unsere Instrumente. Uns wurde ein Raum in der nahe gelegenen Grundschule zur Verfügung gestellt, um dort noch einmal die Stücke durchzugehen und uns einzuspielen. Das war ziemlich eng – außerdem stellten wir fest, dass es gar nicht so einfach ist mit einer Tuba auf einem Grundschülerstuhl zu spielen. Man kam sich vor, als säße man direkt auf dem Boden… Schließlich haben sich die Tubisten dann einfach auf die Tische gesetzt. Irgendwann waren wir dann aber alle eingespielt und eingestimmt, wobei uns Frau Schmitt und Herr Ruffmann, die auch mitgefahren waren, halfen.

Endlich war es soweit: Wir hatten unseren großen Auftritt. Wir betraten die Bühne, rückten die Notenständer  zurecht und legten los -  jede/r gab sein Bestes. Die Moderatorinnen unseres Orchesters Jaline und Hannah machten ihre Arbeit sehr gut. Mit den Stücken Piraten Ouvertüre und der British Masters Suite spielten wir in der Turnhalle vor einem großen Publikum auf. Schade war nur, dass einige wenige Schulen die Veranstaltung bereits verlassen hatten.

Die Leiter der Veranstaltung verteilten dann im Anschluss an unseren Auftritt an alle Orchester die Urkunden. Auch wir bekamen eine Urkunde überreicht, die Lea und Jonathan stolz entgegennahmen.

Gelobt wurde vor allem, dass das Orchester trotz anspruchsvoller Stücke einen so schönen gemeinsamen Klang erzeugt, obwohl die meisten erst in der siebten Klasse sind. Mit diesem Lob im Gepäck, verstauten wir unsere Instrumente wieder im Bus und fuhren gegen 13:00 Uhr zurück nach Karben.

Vivien und Luise

 
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17.10.2013 Riesen Erfolg für Karben

Zweiter Preis der Bläserklassen der Kurt-Schumacher-Schule beim bundesweiten Bläserklassenwettbewerb 2013

Im Rahmen der Bläserwettbewerbe „BW-Musix“  fand am Donnerstag, dem 17. Oktober 2013 der 3. bundesweite Bläserklassenwettbewerb statt. Die Bundeswehr hat diesen Wettbewerb in Kooperation mit der Instrumentenfirma Yamaha, der Stadt Balingen und weiteren Kooperationspartnern ausgerichtet. Zum musikalischen Wettstreit traten 17 Bläserklassen aus dem Bundesgebiet an, die in zwei Kategorien aufgeteilt waren: Kategorie 1: ein Jahr, Kategorie 2: zwei Jahre Ausbildung. Die Bläserklassen zeigten beim Wettbewerb ihr Können in einer großen Konzerthalle mit riesiger Bühne. Dies war für alle sehr beeindruckend, zumal die Stühle, Notenpulte und Schlaginstrumente von einem Helferteam gestellt wurden, so dass die jungen Musikerinnen und Musiker „wie Profis“ bedient wurden. Zuvor musste dem Organisationsteam ein detaillierter Sitzplan vorgelegt werden.  

Unter den vielen Bläserklassen waren auch die beiden sechsten Klassen der Kurt-Schumacher-Schule, die verstärkt wurden durch einige Musikerinnen und Musiker aus dem Jugendorchester Aeroflott (also aus den siebten Klassen), welche bei diesem Wettbewerb auch noch als „zweites Ausbildungsjahr“ mitspielen durften, wobei alle als ein großes Orchester mit vierzig Mitwirkenden musizierten. Betreut wurde das Orchester von der Jugendleiterin der Stadtkapelle Karben e.V., Frau Katia Schmitt und vom Bläserklassenlehrer Herrn Behrendt, verstärkt durch die älteren Schüler Florian Riemann und Robert Koch.

Für die Orchester galt die Regel, zwei frei gewählte Musikwerke und zwei Pflichtstücke zu präsentieren. Beurteilt wurden die Vorträge von einer vierköpfigen Fachjury, die am Ende des Vortrags anhand von ausgeklügelten Bewertungskriterien hinsichtlich Intonation, Tonqualität und musikalischem Ausdruck über Sieg und Platz entschied.

Das große Orchester der beiden Bläserklassen mit rund 40 jungen Musikerinnen und Musikern startete um 14.00 Uhr in den Wettbewerb. Zuvor hatte das Orchester bei den Vorträgen der anderen Orchestern gelauscht und sich dann in einem separatem Raum gründlich eingespielt. Mit dem Stück „Höhenflug“ begann dann das Orchester aus Karben seinen Vortrag. Kraftvoll und energisch zeigten die Jugendlichen sofort, dass sie gut von Ihren Musiklehrerinnen und Lehrern vorbereitet waren. Frau Jezovsek, Frau Jakobi, Herr Behrendt und die RegisterlehrerInnen der Musikschule hatten offenbar gute Arbeit geleistet.

Dann stand das Weltraumabenteuer „Galactic Episode“ auf dem Programm. Ruhig und mit zarten Holzbläserklängen beginnend, dann in einem schnellen Allegro mit wuchtigen Blechbläserrhythmen zogen die Musikerinnen und Musiker die ganze Halle in ihren Bann – und offenbar auch die Fachjury. Besonderen Applaus bekam das Stück „Die Abenteuer des schwarzen Ritters“ - mal majestätisch reitend, mal sanft, wenn es um die Liebesromanze mit der Prinzessin ging. Gerade dieses Stück wurde im anschließenden Jurorengespräch besonders gelobt, gelang es den Karbenern sehr gut die mittelalterliche Atmosphäre musikalisch zu zeichnen und musikalische Phrasen auszuspielen.

Obwohl die BläserklassenschülerInnen z.T. erst seit 14 Monaten auf ihren Instrumenten spielen, gelang es ihnen durch sehr konzentriertes und musikalisches Spiel die programmatischen Stücke eindrucksvoll und sehr plastisch zum Leben zu erwecken. Die weichen Klänge, die so gar nicht zu Anfängern  passten und die mächtigen Fanfarenklänge zum Aufschwung des „Höhenflugs“ wurden dann auch am Ende des Vortrags von Publikum und Jury mit einem großen Applaus belohnt.

Im  Laufe dieses Wettbewerbstages  trugen alle teilnehmenden Orchester ihre  persönlichen Lieblingsstücke und ausgewählten Pflichtstücke vor, und die Jury hatte die Qual der Wahl: Die Qual war vermutlich nicht gering und die Wahl schwierig, denn alle Orchester spielten auf hohem Niveau.

Am Nachmittag wurden für die Musikerinnen und Musiker Instrumentalworkshops von professionellen Musikern des Bundeswehmusikkorps angeboten, aber auch ein Torwandschießwettbewerb trug dazu bei, dass die Zeit bis zur sehnsüchtig erwarteten Siegerehrung schnell verging. Natürlich waren immer wieder Gespräche über den erlebten Wettbewerbsvortrag an der Tagesordnung und sogar der Busfahrer beteiligte sich mitfiebernd daran.

Rund 500 junge Musikerinnen und Musiker brachten dann um 18.00 Uhr die Halle zum Beben und fieberten ihren Ergebnissen entgegen. Doch vor der Ergebnisbekanntgabe wurden die Bläserklassenorchester eindrucksvoll vom Musikkorps der Bundeswehr musikalisch unterhalten. Neben grandios gespielter Filmmusik aus „Star Wars“, begeisterte vor allem das extrem aufwändige Stück „Der Brand von Bern“ das Auditorium. Mucksmäuschen still war es 20 Minuten lang, während das 60-köpfige Orchester höchst dramatisch musikalisch den schicksalhaften historischen Brand schilderte. Die passend dazu mit einem Beamer projizierten historischen Gemälde ließen quasi einen dramatischen „Actionfilm“ in der Fantasie der Zuhörer innerlich ablaufen.

Derart begeistert war der Jubel dann riesig, als endlich die Bläserklassen 6 der Kurt-Schumacher- mit 91,75 von 100 Punkten dann den zweiten Platz zuerkannt bekamen und damit den Vizemeister in der höchsten Kategorie stellten. Die Urkunde durften Geburtstagskind Helena Dorn und Malte Conradi entgegennehmen. Als Preis erhielt das Orchester einen Workshop-Tag mit einem Bundeswehmusikkorps.

Zusätzliche Preise erhielte außerdem eine Musikerin und ein Musiker aus Karben, die beim Vortrag besonders positiv aufgefallen waren: Vanessa Riemann als beste Flötistin und Patrick Lepich als hervorragender Schlagzeuger. Beide wurden auf die Bühne gerufen und mit zusätzlichen Präsenten ausgestattet.

Mit breitem Lächeln fuhren die glücklichen Karbener Jugendlichen dann zufrieden mit dem Bus wieder nach Hause, wo sie zwar spät und müde, aber immer noch sehr glücklich gesund und munter ankamen.

Das ist ein wirklicher Grund zur Freude für die musikalische Arbeit an der Karbener Kurt-Schumacher-Schule in Kooperation mit der Stadtkapelle Karben und der Musikschule Karben.

Katia Schmitt und Claus Carsten Behrendt

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12.10.2013 - Apfelsammeltag

Bläserklassen, Jugendorchester und Stadtkapelle Karben sammeln für die Orchesterkassen

O welche Lust, auf die Bäume steigen

Und klettern umher in den schwanken Zweigen!

Wir müssen uns recken, müssen uns bücken,
Die Äpfel und Birnen und Zwetschgen zu pflücken.

Und können wir nicht zum Wipfel gelangen,
Wo meist die allerschönsten hangen,

Dann legen wir die Leiter dran
Und ziehen mit Haken die Zweige heran.

Hilft das auch nichts, dann kommt das Beste,
Wir schütteln alle Zweig‘ und Äste,

Und wenn es dann regnet Äpfel im Nu,
Dann sehen wir jubelnd von ferne zu.

Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Kalt war´s……….

am Samstag, den 12. Oktober als wir uns morgens um elf auf dem Hochzeitshain in Petterweil getroffen haben, und sehr windig.

Äpfel sollten geerntet werden, eine Aktion der Rapp´s Kelterei und der Stadt Karben. Der Erlös der Ernte soll allen Orchestern zukommen. So folgten ca. 60 Kinder und Jugendliche, Mütter, Väter, Omas und Opas, und einige MusikerInnen des sinfonischen Blasorchesters der Stadtkapelle Karben und sogar fleißige Familienhunde dem Aufruf durch das Ernten der Äpfel die Orchesterkassen aufzubessern. Da wurde geschüttelt und geruckelt, geklettert, getobt, geschleppt und viel gelacht. So dauerte auch nicht lange, und die ca. 30 Bäume in Petterweil waren ratzeputz leer!!

Gott sei Dank gibt es die moderne Technik, so wurde blitzschnell Verbindung mit dem Organisator der Aktion aufgenommen, der den bienenfleißigen Apfelpflückern spontan ein weiteres Areal zur Verfügung gestellt hat. Also alle rein in die Autos, und ab nach Groß-Karben auf den Hochzeitshain, wo es munter, trotz einigem Zähnegeklapper, weiterging. Und mit einigem Erfolg, muss man sagen….insgesamt viermal wurden die schönen Früchte mit einem Anhänger, der von der Gaststätte zur Ludwigshöhe zur Verfügung gestellt wurde, abtransportiert, so dass insgesamt die erstaunliche Menge von insgesamt 1475 kg zusammenkam.

Allen Teilnehmern an dieser schönen Aktion sei herzli9ch für den Arbeitseinsatz gedankt! Wir hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!

Tina Leonhard

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22.09.2013 - Die Jugendorchester Karben präsentieren sich auf der „Familiade“

„Alt und Jung in Schwung“ lautete das Motto des Familienfestes, zu dem der Fachdienst Kinder-, Jugendarbeit, Kultur und Sport der Stadt Karben am Sonntag, d. 22.9. auf das Jukuz-Gelände am Selzerbrunnen eingeladen hatte – mittendrin: Die Jugendorchester Karben.

Seit 2002 feiert Karben anlässlich des Weltkindertages ein Familienfest. Fester Bestandteil ist die sogenannte „Familiade“ bei der Erwachsene und Kinder gemeinsam bei einem Turnier Aufgaben erfüllen sollen.

Bereits zum zweiten Mal war auch das Jugendorchester Karben (das Gemeinschaftsprojekt der Stadtkapelle Karben e.V. und der Kurt-Schumacher-Schule) ganz aktiv „mit von der Partie“. So wurden neben Informationen auch kulinarische Köstlichkeiten, sowie natürlich Musik angeboten. 

Herzstück war der große Informationsstand, an dem zahlreiche Infohefte und Broschüren und Bilder und Plakate der letzten Jahre ausgestellt wurden. Die Aufgabe für die Familiadenteilnehmer war hier das Ausprobieren der ausgestellten Instrumente. Betreut wurde dies von den Musikerinnen und Musikern der Jugendorchester. Der eine oder andere erwachsene Besucher war dann schon etwas veblüfft, dass ein 7jähriges Mädchen wunderbare Töne auf der Tuba herausbekommt, während sich „Opa“ sichtlich schwer tat… 

Gleich nebenan boten die Eltern der jungen Musikerinnen und Musiker leckeren Kuchen zum Verkauf an, der aus den Reihen der Jugendorchester gespendet wurde. Prunkstück war die „Jugendorchester-Karben-Torte“ von Frau Koch. Der Erlös des Kuchenverkauf kommt den Jugendorchestern direkt zu Gute. 

Musikalische Unterhaltung boten die beiden Jugendorchester „Intermezzo“ und „Attacca“. Eigentlich hätten alle drei Jugendorchester spielen sollen, da aber das Programm an diesem Tag durch die vielen Vereinsdarbietungen bereist gefüllt war, soll sich „Aeroflott“ als jüngstes Orchester im nächsten Jahr auf der Familiade präsentieren. 

Bei schönstem Herbstwetter zeigten sich „Intermezzo“ und „Attacca“ sehr spielfreudig und begeisterten das Publikum mit leichter Unterhaltungsmusik.

Besondere Aufmerksamkeit erregten die noch jungen Schlagzeuger von Intermezzo, die erstmalig auf einem vollständigen Satz „Pedalpauken“ spielen konnten. 

Intermezzo spielte unter der Leitung von Herrn Ulrich und Herrn Behrendt. 

Im Anschluss an den Auftritt von Intermezzo zeigt Attacca beeindruckend, was die OberstufenschülerInnen aus ihren Instrumenten herausholen können. Unter der Leitung von Veronika Jezovsek und Yorck Ruffmann boten diese mit vollem Sound einen tollen Abschluss der Familiade.

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„Wie pflege ich mein Instrument richtig?“


Ein Intensiv-Workshop am 21.09.2013 mit dem Instrumentenbauer Thomas Sowa

Thomas Sowa hat einen sehr einfachen Tipp für alle Blasinstrumentalisten: „Wer viel spielt und übt, pflegt allein damit schon sein Instrument – das Schlimmste für ein Instrument ist, wenn es nicht benutzt wird und im Koffer vor sich hin trocknet…“. Mit dieser Aussage bereitete der Blasinstrumentenmachermeister beim Instrumenten-Pflege-Workshop der Stadtkapelle Karben und der  Kurt-Schumacher-Schule „Wie pflege ich mein Instrument richtig?“ auf jeden Fall schon einmal den Dirigenten und Musiklehrern der Bläserklassen und Jugendorchester eine große Freude.

Aber auch den Workshopteilnehmern wurde dann in den einzelnen Workshops schlüssig vor Augen geführt, wie wichtig eine pflegliche Behandlung der Instrumente ist, die dann eine lange Haltbarkeit und Spielbarkeit der Instrumente gewährleistet.

Zu dieser nicht alltäglichen Veranstaltung fanden sich über 100 Schülerinnen und Schüler der Bläserklassen der Kurt-Schumacher-Schule und der Jugendorchester Karben in der Aula der KSS in Karben ein. Musiklehrer Claus Carsten Behrendt begrüßte hierzu besonders den Dozenten Herrn Thomas Sowa, der in Taunusstein ein spezielles Instrumentenfachgeschäft mit Werkstatt betreibt und sich als Fachmann für die Pflege und Reparatur von Blasinstrumenten erwies. Zudem hieß Herr Behrendt auch einige Erwachsene des sinfonischen Blasorchesters und der neu gegründeten Erwachsenenbläserklasse willkommen, die ebenfalls für den Workshop den Weg in die Aula gefunden hatten und – wie alle – ihren Besuch wahrlich nicht bereuten.

Der Dozent fesselte die Zuhörer mit zahlreichen Tipps, Tricks und Hinweisen und sensibilisierte sie im Umgang mit ihren Instrumenten. In den insgesamt sieben halbstündigen Workshops, in denen alle Bläserklasseninstrumente einzeln behandelt wurden, hob er hervor, dass die Instrumente nach dem Spiel nicht in ihren Koffern eingesperrt werden sollten. Diese sollten vielmehr, soweit es möglich und erforderlich ist, auseinandergebaut, mit Tüchern abgerieben, mit Wischern durchgezogen und anschließend ausgiebig im geöffneten Koffer oder auf dem Instrumentenständer gelüftet werden. Damit werde verhindert, dass die durch das Spielen ins Instrument gelangte Feuchtigkeit Schaden anrichte. Dabei richte auch die Reinigung der Metallteile der Blechblas- und Holzinstrumente mit lauwarmen Wasser und Spülmittel keinen Schaden an, wie Thomas Sowa mehrmals betonte und diese Art der Reinigung hervorhob. Am Zapfen und Herz des Saxofons beschrieb er, wie wichtig es ist, ein Instrument sauber zu halten. Nur so sei hier möglich, dass die beiden Einzelteile ohne weiteres zusammengesteckt werden können. An die jüngeren Musikerinnen und Musiker richtete Thomas Sowa den Appell, dass die gründliche Reinigung mit Wasser, Spülmittel und anderen Hilfsmitteln oder das Fetten und Entfetten in regelmäßigen Abständen mit Hilfe der Eltern erfolgen solle. Neben diversen Reinigungs- und Pflegetipps gab der Referent weitergehende Ratschläge zum Umgang mit dem Instrument: „Lassen Sie das Instrument nicht stundenlang bei Minusgraden im Auto liegen und legen es anschließend vor die warme Heizung“, machte er an simplen Beispielen klar, dass die Instrumente keinen starken Temperaturschwankungen und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden sollen.“ Unterhaltsam waren dabei unter anderem die vielen Anekdoten, die ein erfahrener Instrumentenbauer so von sich geben kann: Der Bericht über eine Posaune, die bei einem Festumzug von einem Musiker auf der Straße liegen gelassen wurde, und von einem Pferd das dann just über diese Posaune lief und eine extreme „Verbeulung“ hinterließ, veranschaulichte eindringlich, dass man sein Instrument nicht einfach herumliegen lassen solle…

„Oftmals müssten die Instrumente aber auch nur durchjustiert werden, um einen optimalen Ansatz, Ansprache und Klang zu erhalten“, so wies Thomas Sowa darauf hin, dass das Spielen dann auch wieder mehr Spaß mache.

Zum Abschluss des kurzweiligen Workshops bekam der Instrumentenbauer als kleines Dankeschön ein sehr leicht zu pflegendes Saxofon in Form einer Flasche mit trinkbarem Inhalt. Der Hinweis, dass diese Flasche nicht geölt werden muss, wurde mit herzlichem Gelächter quittiert und mit einem großen Applaus wurde Herr Sowa zurück nach Taunusstein verbscheidet.

Organisiert wurde der kostenlose Workshop durch den Vorstand der Stadtkapelle Karben e.V. – weitere Information zum Verein und den Orchestern gibt es auf der Internetseite www.Stadtkapelle-Karben.de. Dort werden auch in Kürze Videomitschnitte der Workshops abrufbar sein.

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03.05.2013 Konzert: Drachen, Schwerter, alte Burgen

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Mai 2013 CD-Aufnahme der Bläserklassen 6 der Kurt-Schumacher-Schule

Erlebnisbericht von Carmen

Als Vorbereitung für unsere CD-Aufnahme haben wir, die Klassen 6aG und 6cG, zunächst getrennt voneinander die Stücke eingeübt. Am Freitag vor der Aufnahme wurde das langsam ernst und wir haben alle zusammen (ca. 50 Schülerinnen und Schüler) in der Schule geprobt. Zwar war es durch die große Anzahl sehr warm, zu eng und auch recht laut, aber alle haben sich gut konzentriert und so hat die gemeinsame Generalprobe trotzdem gut geklappt.

Am Sonntag nach dem Aufbauen von Stühlen, Notenständern und natürlich den Instrumente haben Frau Borbonus und Herr Behrendt das Orchester eingestimmt.

Ein Saxophon musste später sogar noch repariert werden – für unsere Lehrerin war das aber gar kein Problem. Danach haben wir uns gut eingespielt und einige Passagen nochmal genau geübt.

Über uns hingen schon die ganzen Mikrofone, das war schon etwas ungewohnt und dem einen oder anderen war etwas mulmig….

Während wir uns einstimmten hat der Toningenieur noch die Mikrofone ausgerichtet.

Nach dem zweiten Stimmen der Instumente haben wir „Galactic Episode“ und „Money, Money, Money“ gespielt und waren dann bereit für die Aufnahme.

Michael – der Toningenieur -  hat uns kurz erklärt, wie das alles so funktioniert. Das jeweilige Stück wird gespielt, die Takte oder Teile des Stückes, die nicht so gut geklappt haben, werden erneut gespielt, am Ende wird alles geschnitten und klingt dann hoffentlich so, wie es optimal klingen soll!! Er hat darum gebeten, nicht gegen die Mikrofone zu treten und am Ende der Stücke noch kurz zu warten, bevor jemand hustet oder redet.

Gestartet wurde mit unserem Paradestück „Galactic Episode“. Wir haben das Stück ganz gespielt. Dann kam Michael heraus und hat gesagt, was wir besser machen sollten, daraufhin haben wir das Stück erneut gespielt. Michael meldete, dass der langsame Teil nochmal benötigt wird. Danach wollte er Takt 12 „in schön“ hören. Dafür sind wir mit Takt 9 gestartet, diese Passage haben wir mindestens 6mal geübt, bevor sie endlich gut wurde. Das ganze wiederholte sich mit Takt 15 und Takt 49.

Endlich war das erste Stück aufgenommen…..

Ach du Schreck, es war schon 15.30 Uhr und wir wollen noch 2 Stücke  aufnehmen!

Kurze Trinkpause, dann ging es schnell weiter…

Jetzt war die „Cyberspace Overture“ dran. Wir haben das Stück begonnen – wie immer, aber dann ging etwas schief. „Macht nix, das können wir schneiden.“, sagte Herr Behrendt und wir wiederholten den Anfang. So ging es dann weiter und Michael kam immer wieder mal herein und gab uns reichlich Hinweise.

Wir haben dann immer wieder einige Stellen (teilweise auch nach Instrumenten getrennt) nochmal geübt. Den Anfang durften wir dann noch zweimal wiederholen, bis Michael sein OK gegeben hat. Einige Stellen wurden dann solange nochmal gespielt, bis auch hier Michael zufrieden war.

Zum Schluss haben wir mit dem Ende „gekämpft“. Herr Behrendt meinte, aller guten Dinge wären drei, wir mussten aber feststellen, dass heute aller guten Dinge heute vier waren!!!

Auch Herr Ruffmann, der uns am Schlagzeug unterstützte, musste darüber lachen.

Jetzt war es schon fast 16.00 Uhr, das geplante Ende war fast erreicht und wir wollten noch „Money, Money, Money“ aufnehmen. Wir haben das Lied zweimal ganz gespielt.

Nach dem zweiten Mal kam Michael aus dem Nebenraum, alle warteten gespannt, was er sagen würde. Eigentlich wollten wir jetzt auch nach Hause, denn wir waren echt geschafft, denn wir mussten uns natürlich sehr konzentrieren.

Michael machte es spannend, er sagte: „Wir müssen…. (kleine Pause) das nicht nochmal wiederholen – das war gut!!!!“ Das freute uns sehr und wir räumten schnell auf. Jetzt sind wir alle sehr gespannt, wie sich die CD Aufnahme anhört, wenn alles fertig abgemischt ist! 

Carmen, 6aG

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Alle Schülerinnen und Schüler der Bläserklassen 6 absolvieren erfolgreich die Basis-Musikprüfung der hessischen Landesmusikjugend

 - Erstmals auch anspruchsvolle Aufbauprüfungen von 12 Musikern abgelegt

Kurz vor Ferienbeginn fanden sich die Schülerinnen und Schüler der 6. Bläserklassen der KSS zu einer gemeinsamen musikalischen Abschlussprüfung in der Kurt-Schumacher-Schule Karben ein. Ziel war die Erlangung des Jugendmusikerleistungsabzeichens „Kleine Stimmgabel“ auf hessischer Landesebene. Die "Kleine Stimmgabel" der Landesmusikjugend Hessen e.V. stellt die Vorstufe für die weiterführenden Lehrgänge (D-Reihe) des Musikverbandes dar und soll als Anreiz für die jungen hessischen Musikerinnen und Musiker dienen, im Rahmen einer offiziellen musikalischen Prüfung ihre Fähigkeiten in der Musiktheorie und -praxis auf dem jeweiligen Instrument zu zeigen.

Ein speziell auf die Bläserklassen zugeschnittener Musiktheorielehrgang hat die Bläserklassen zwei Jahre lang auf die anspruchsvolle musiktheoretische Prüfung vorbereitet. In den letzten Wochen wurde die Arbeitsform der Wochenplanarbeit noch im Unterricht durch Übungseinheiten intensiviert, so wurden Noten geschrieben und Rhythmen notiert, Intervalle bestimmt und musikalische Fachbegriffe und Epocheneinteilungen geklärt.

Konzentriert absolvierten dann die 54 Schülerinnen und Schüler zunächst die einstündige theoretische Prüfung, die verteilt auf zwei Musikräume mucksmäuschenstill und äußerst diszipliniert ablief. Die Musikprüfungen wurden von zertifizierten Prüfern der hessischen Landesmusikjugend (LMJ) abgenommen.

Nach der theoretischen folgten dann die praktischen Prüfungen auf dem Instrument. In dieser mussten die Schülerinnen und Schüler der Kurt-Schumacher-Schule ein Vortragsstück, sowie einige Tonleitern einzeln vor den Prüfern des Landesmusikverbandes vortragen. Entsprechend machte sich eine gewisse Nervosität breit, wird das Solovorspiel in den Bläserklassen doch eher selten verlangt, da das Orchesterspielen im Mittelpunkt steht. Jedoch konnten die Schülerinnen und Schüler doch nach einigen absolvierten Konzerten bereits aus einem Erfahrungsschatz schöpfen und die anfängliche Nervosität legte sich bei den meisten schnell.
Sogar ein gebrochenes Bein konnte den Tubisten Adrian nicht von der Prüfung abhalten.

Erstmals wurden auch Prüfungen zum weiterführenden Musikleistungsabzeichen „D1“ von 12 Musikerinnen und Musikern der Jugendorchester Karben abgelegt. „Man kann diese Prüfung gut mit den Schwimmabzeichen vergleichen: Bronze, Silber, Gold. Die D1-Musikprüfung entspricht in etwa dem Bronze-Schwimmabzeichen, D2 Silber- und D3 dem Goldabzeichen.“, so der Leiter des Vorbereitungskurses Marvin Ulrich. Als neuer Jugendorchesterdirigent und Musikstudent im vierten Semester leitete Ulrich den Vorbereitungskurs zur D1-Prüfung.

Nach den theoretischen Prüfungen und den instrumentalen Vorspielen kam die „Stunde der Wahrheit“. Alle Schülerinnen, Schüler und Prüfer versammelten sich in der Aula zur Ergebnisbekanntgabe. Nach der Eröffnung mit einer Orchester-Ouvertüre der Bläserklassen kam die erlösende Nachricht durch den Prüfungsvorsitzenden: Alle 54 Musikerinnen und Musiker der Bläserklassen hatten ihre Prüfung erfolgreich bestanden, so dass jeder Teilnehmer eine entsprechende Urkunde und eine kleine Stimmgabel als Anstecknadel aus den Händen der Prüfer glücklich in Empfang nehmen durfte. Mit 12 bestandenen D1-Prüfungen waren die älteren Schülerinnen und Schüler fast ebenso erfolgreich.

Entsprechend gelöst musiziert wurde dann im Anschluss beim Bläserklassenkonzert der Klassen 6.

Das Musiklehrerteam Karin Borbonus und Claus Carsten Behrendt bedankte sich abschließend bei den Schülerinnen und Schülern für die tollen Leistungen, der Landesmusikjugend Hessen für die gute Zusammenarbeit und Organisation und bei den Eltern der beiden Bläserklassen für die großartige Unterstützung.

Die Bläserklassen der Kurt-Schumacher-Schule suchen immer interessierten Nachwuchs, nähere Informationen zu diesem Musikangebot, welches allen Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen offensteht, sind auf der Homepage der Schule zu finden – Auskünfte gibt es auch immer bei den Musiklehrerinnen und Musiklehrern.

Der Vorbereitungskurs zu den D-Prüfungen soll auch im nächsten Jahr wieder angeboten werden, Interessenten können schon jetzt direkt mit dem Lehrgangsleiter Herrn Ulrich Kontakt aufnehmen ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ).

Weitere Informationen zu den Jugendorchestern Karben gibt es auch auf der Seite der www.Jokarben.de.

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März / April 2013 - D1 Musikprüfung

KSS-Musikerinnen und Musiker lernen für Musikprüfung auch in den Ferien

Trotz Osterferien büffeln musikalische Schülerinnen und Schüler freiwillig in der Kurt-Schumacher-Schule weiter. Ziel ist das erfolgreiche Absolvieren der „D1-Musikprüfung“ im Sommer, welche einen schriftlichen Musiktheorieteil, sowie einen praktischen Teil auf dem jeweiligen Instrument umfasst. „Man kann diese Prüfung gut mit den Schwimmabzeichen vergleichen: Bronze, Silber, Gold. Die D1-Musikprüfung entspricht in etwa dem Bronze-Schwimmabzeichen, D2 Silber- und D3 dem Goldabzeichen.“, so der Leiter des Vorbereitungskurses Marvin Ulrich. „Die Schülerinnen und Schüler sind durch die Bläserklassen schon sehr gut vorgebildet, denn dort haben sie bereits die Prüfung zur „kleine Stimmgabel“, also quasi dem „Seepferdchen“, erfolgreich bestanden.“ Die abschließenden Musikprüfungen werden dann von zertifizierten Prüfern der hessischen Landesmusikjugend (LMJ) abgenommen.

Zum ersten Mal wird dieser Vorbereitungskurs zur D1-Musikprüfung speziell für Karben angeboten. In einem über mehrere Termine stattfindenden Lehrgang bereitet Marvin Ulrich die Teilnehmer auf die Prüfung vor. Als Bläserklassenabsolvent der Kurt-Schumacher-Schule, langjähriger Jugendorchester-Musiker, Musik-Leistungskursabsolvent der KSS, aktiver Musiker im sinfonischen Blasorchester der Stadtkapelle Karben und Musikwissenschaftsstudent im 4. Semester ist er mit den musikalischen Lehrgängen und deren hervorragendem Nutzen bestens vertraut. „Als ich vor etwa 6 Jahren alle D-Lehrgänge absolvierte fand ich es absolut Spitze. Ich kann es nur jedem Musiker empfehlen diese Kurse zu besuchen, egal wie alt oder jung, denn der musikalische Horizont wird dadurch immens erweitert und davon profitiert das Spielen auf dem Instrument enorm.“ so Ulrich, „Außerdem macht es mir heute viel Spaß den TeilnehmerInnen etwas beizubringen und diese wiederum haben hoffentlich Spaß mit mir.“

Das kann man den KSS-Jugendlichen auch ansehen, denn trotz Ferien schreiben diese eifrig Noten, bestimmen Intervalle und lernen konzentriert Fachbegriffe. Auch das Hören und anschließende Notieren von Melodien und Rhythmen gelingt meist – auch wenn das natürlich besondere Schwierigkeiten birgt. An einem weiteren Termin soll dann abschließend die Prüfung simuliert werden, um dann im Juni die Prüfung gut vorbereitet zu absolvieren. Unterstützt wird der Lehrgang von der Stadtkapelle-Karben e.V.

Dieser Vorbereitungskurs soll im Herbst wieder angeboten werden – Interessenten können schon jetzt direkt mit dem Lehrgangsleiter Kontakt aufnehmen ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ).

Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite der Jugendorchester Karben (www.Jokarben.de) und auf der Seite der Landesmusikjugend Hessen (www.Lmj.de). 

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15.02.2013 - Kurt-Schumacher-Schule zeigt eindrucksvoll ihr musikalisches Können bei „Schulen in Hessen musizieren“

Eisigen Temperaturen zum Trotz startete das Karbener Jugendorchester „Aeroflott“ am Freitag , d. 15.2.2013 mit 40 jungen Musikerinnen und Musikern der siebten Klassen mit dem Bus Richtung Gießen, um die Kurt-Schumacher-Schule bei „Schulen musizieren“ zwischen vielen anderen Ensembles hessischer Schulen zu repräsentieren. Für über 400 Kinder und Jugendliche aus allen Schulformen war das Ziel der Auftritt in der Sport- und Kulturhalle Garbenteich. Chöre, Instrumentalensembles und eben auch große Orchester sollten die ganze musikalische Bandbreite hessischer Schulen einander präsentieren.
Darunter dann auch das Jugendorchester Karben „Aeroflott“, welches sich aus den Absolventen der letztjährigen Bläserklassen der Kurt-Schumacher-Schule zusammensetzt und bei ihrem ersten auswärtigen Auftritt zeigen wollte, dass sie nicht mehr „Anfänger“ sind, sondern bereits sehr fortgeschritten musizieren können. Da der Auftritt der Karbener Musiker erst im letzten Drittel geplant war, blieb den Jugendlichen Zeit, sich einige Ensembles der verschiedenen Schulen anzuhören. Besonders beeindruckt zeigten sich die sehr disziplinierten zuhörenden Schülerinnen und Schüler der KSS von den Leistungen der beeinträchtigten Kinder, die trotz ihrer Einschränkungen sehr schönes und unterhaltendes leisteten. Besonders kritisch wurden natürlich die Auftritte der anderen Orchester und Bläserklassen beäugt.

Je näher der Auftritt kam, desto höher stieg auch das Lampenfieber – beim gemeinsamen Warmspielen im Einspielraum legte sich dies aber schnell wieder, so dass der Auftritt kommen konnte. Hier zeigte sich Aeroflott von der besten Seite, alles gelang: vom Tubasolo in einer amerikanischen Suite (gespielt von Florian Riemann) bis zum anspruchsvollen Fugato der Klarinetten in der „astrologischen Suite“.  Lang anhaltender Applaus belohnte die Musiker aus Karben, die eindrucksvoll zeigten, dass die gelungene Kooperation von Kurt-Schumacher-Schule Karben, Stadtkapelle Karben e.V. und Musikschule Karben den Namen der Stadt musikalisch in Hessen verbreitet.

Sehr stolz waren auch die begleitenden Lehrkräfte, Frau Ute Jakobi, Herr Yorck Ruffmann und Herr Claus Carsten Behrendt, sowie Frau Heckmann als begleitende Mutter, die sich über das große Lob von den Lehrkräften anderer Schulen freuten.

Weitere Informationen zum Jugendorchester Karben gibt es auf der eigenen Webseite: www.Jokarben.de

Zur Vervollständigung der Besetzungen sind jugendliche Musikerinnen und Musiker aus Karben und Umgebung jederzeit sehr herzlich willkommen. In der Besetzung eines sinfonischen Blasorchesters sind neben (fast) allen Blasinstrumenten auch Streichbass, E-Bass, Klavier und Schlaginstrumente sehr erwünscht. Genaue Informationen über die Jugendorchester Karben gibt es bei den Orchesterleitern unter  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .  

Die jugendlichen Musikerinnen und Musiker der Jugendorchester Karben müssen nicht unbedingt Schülerinnen oder Schüler der Kurt-Schumacher-Schule sein! 

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