12/2014 - Leistungskurs Kunst gibt sich „der großen Illusion“ hin

Bildungsforscher mahnen an, dass besonders für jungen Menschen die sogenannte „visual literacy“ von immer größerer Bedeutung wird. Bilder zu verstehen und zu gebrauchen ist eine Herausforderung, die im Zeitalter der digitalen Medien immer wichtiger wird.  Im Kunstunterricht spielen neben digitalen und traditionell erzeugten Bildern ebenso plastische Arbeiten eine große Rolle. Die vielfach gefeierte Ausstellung „die große Illusion“ Im Liebieghaus in Frankfurt bot eine einmalige Gelegenheit, die erworbenen Kenntnisse am Original zu erproben. Im Rahmen des „Schülertages“ besuchte der Leistungskurs unter der Leitung von Jens Guthmann diese Ausstellung. An einem Montag, wenn das Museum für Besucher geschlossen ist, erlaubt der Schülertag die einzelnen Stationen und Schwerpunkte der Ausstellung unter fachkundiger Leitung zu betrachten. Thema der Ausstellung sind veristische, also naturnahe, Plastiken und Skulpturen. Dabei ging der Verismus so weit, dass einzelne Figuren absolut lebensecht wirken. Bereits in der Antike waren nahezu alle Skulpturen bemalt um sie lebensnah wirken zu lassen. Augen wurden aus Muscheln oder Glas gefertigt, um diesen Eindruck zu steigern. Im Mittelalter versuchten Künstler diese Wirkung noch mit der Verwendung von Echthaar zu übertreffen. Als Repräsentationsfiguren vertraten Skulpturen Herrscher in Abwesenheit. Im 20. und 21. Jahrhundert gestalteten Künstler wir John de Andrea, Ron Mueck und Sam Jinks Figuren so täuschend echt, dass der Besucher den Eindruck hat, sie könnten jeden Moment zum Leben erwachen. Dies waren auch die Arbeiten, die uns besonders faszinierten, da wir uns im vergangenen Halbjahr selbst an einer menschlichen Figur aus Gips versuchten.

 


12/2013 - Dürer nur für Schüler

Der Kunst-Leistungskurs der Kurt-Schumacher-Schule besucht die Dürer-Ausstellung im Frankfurter Städel am Schülertag

Warum ist Albrecht Dürer einer der wichtigsten europäischen Künstler zu Beginn der Renaissance? Das Frankfurter Städel bot an einem Schülertag die Möglichkeit dieser und anderen Fragen nachzugehen. Während die Ausstellung an normalen Öffnungstagen überfüllt ist und lange Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen, wurden die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Kunst unter der Leitung von Herrn Guthmann nachmittags nur mit einem weiteren Leistungskurs aus Frankfurt durch die Ausstellung geleitet und konnten wichtige Werke der Kunstgeschichte aus der Nähe auf sich wirken lassen. „Nur für Schüler“ hieß die Devise an einem Montag, da das Museum regulär geschlossen ist.

Verschiedene Stationen der Ausstellung zum künstlerischen Werdegang Dürers, zu seinem besonderen Geschick als einer der ersten Künstler, die das „Marketing“ für sich entdeckten und zu seiner besonderen Bedeutung als europäischer Künstler, der schon zu Lebzeiten – vor allem durch sein druckgrafisches Werk – Ruhm über die Landesgrenzen hinaus erwarb, wurden den Schülerinnen und Schülern näher gebracht. Vor allem Studierende der Kunstgeschichte und Kunstpädagogik erläuterten den Besuchern als Spezialisten einzelner Etappen Dürers Werk. Selbst nach einem halben Jahrtausend haben die Werke noch eine starke Ausstrahlung auf Betrachtende und noch immer gibt es offene Fragen der Kunstgeschichtsschreibung, die auf eine Antwort warten. Auch wenn die Füße schmerzten, insgesamt war es ein interessanter und spannender Tag, der erst mit der Schließung des Museums den Kunstgenuss beendete.


09/2013 - Ein unvergesslicher Ausflug in den Jugendstil Bad Nauheims

Geschwungene Formen, Ornamente und die Orientierung an fließendem Wasser – Das ist das, was man in der Theorie über den Jugendstil erfährt.

Doch als Kunst-LK Q3 der Kurt-Schumacher-Schule sieht das Ganze schon anders aus. Gemeinsam mit unserer Tutorin Katrin Reeb, entdeckten wir in Bad Nauheim die zahlreichen Schönheiten des Jugendstils, welche den gesamten Kurort durchziehen. Denn am 26. September 2013 besichtigten wir Bad Nauheim und konnten aufgrund einer spannenden Führung viele Informationen über die Epoche, die in etwa von 1890 bis 1910 andauerte, sammeln.

Beginnend an der Trinkkuranlage, welche mit ihren Säulengängen, die hufeisenförmig um ein großes Wasserbecken und eine Orchestermuschel führen, bezaubert, über den Benekebrunnen, einem Denkmal, das den Mediziner und ersten Brunnenarzt Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Beneke aus Bad Nauheim ehrt und die kniende Frauengestalt der Hygieia, Göttin der Gesundheit, aufweist, ging es bis hin zum Sprudelhof – dem Wahrzeichen der Stadt. 

Der Sprudelhof umgibt die Heilquellen, welche die Berufung Bad Nauheims als Gesundheitsstadt begründen.
Unser Blick wurde zuerst auf den großen Sprudel, der sich im Zentrum des Hofes befindet, gelenkt. Von diesem durften wir außerdem eine Kostprobe nehmen, welche sich uns als unüblicher, jedoch akzeptabler Geschmack erwies.

Auch die sieben Badehäuser begeisterten uns mit ihrer kunstvollen Wartehalle und jeweils einem anmutigen Schmuckhof mit Brunnen.
Und sollte uns die Schule eines Tages mal zu viel werden, so werden wir in ein solches Badehaus einkehren, bei einem Bad in Thermalsole entspannen und an unseren interessanten, bezaubernden und besonderen Ausflug in die Stadt des Jugendstils in Bad Nauheim zurückdenken.

Laura Rosanowski 09/2013

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