Der Fachbereich Italienisch stellt sich vor:

Italienisch ist eine kleine Sprache, doch gerade darum lohnt es sich, sie zu lernen. Wer Italienisch kann, der hat denjenigen etwas voraus, die „nur“ die großen Weltsprachen beherrschen. Er kann in einer der schönsten Sprachen der Welt parlieren und hat sich mit der Kultur eines Landes vertraut gemacht, das unseren Lebensstil prägt wie kein zweites. Er kann punkten in Freizeit und Beruf und wird nicht nur in der Espressobar bella figura machen. 

Warum also Italienisch lernen? 

Italien ist unser (Fast-) Nachbar in Europa und einer der wichtigsten Handelspartner Bayerns, in manchen Wirtschaftszweigen sogar der wichtigste. Bundesweit gesehen ist Italien der zweitgrößte Handelspartner, und mehr als 600 000 Italiener leben in Deutschland. Die Verbindungen reichen von der Modebranche über Banken und Versicherungen bis hin zur Landwirtschaft. Da ist es nur logisch, dass viele von uns Italienisch in Freizeit und Beruf gut gebrauchen können.

Italien prägt unseren Alltag und Lebensstil wie wohl kein anderes Land. Wir machen unseren Kaffee mit dem italienischen Vollautomaten, schlüpfen in einen unserer von Italienern designten Pullover, hören italienische Musik und gehen italienisch essen. Die Zahl der Vespas auf deutschen Straße steigt, und im Urlaub fahren wir selbstverständlich nach Florenz, nach Rimini und Terracina. Italien und Italienisch sind einfach hip, oder, wie die Italiener selbst es ausdrücken würden, vanno di moda.

Italienisch ist die Sprache der Musik, der Oper, der Kunst und Kultur. Musiker, Theaterwissenschaftler und bildende Künstler kommen an Italienisch nicht vorbei. Italien und seine Kultur stellen seit Jahrhunderten für Kunstschaffende aus aller Welt eine wichtige Inspirationsquelle dar, nach Schätzungen der UNESCO verfügt Italien über 60 Prozent des gesamten Weltkulturerbes. Die europäische Kulturgeschichte haben die Italiener entscheidend geprägt, man denke nur an die Dichter Dante, Petrarca und Boccaccio, an die Maler und Bildhauer von Botticelli über Leonardo da Vinci und Michelangelo bis hin zu Caravaggio, an die Musiker Verdi, Rossini und Puccini sowie an die modernen Schriftsteller Antonio Tabucchi, Italo Calvino oder Umberto Eco. Italienisch lernen heißt nicht nur, Wörter und Grammatik zu pauken. Es geht auch darum, in die Mentalität und Kultur Italiens einzutauchen und sie lieben zu lernen.

Italienisch ist nicht so leicht, wie viele glauben, und viel Fleiß ist wie beim Erlernen einer jeden Fremdsprache die Voraussetzung für den Erfolg. Jedoch: Italienisch bietet kaum Einstiegsprobleme. Die Nähe von Lautbild und Schriftbild ermöglicht es, sich schnell in die neue Sprache hineinzufinden, Fortschritte zu machen und motivierende Erfolgserlebnisse zu haben.

Italien ist nah und Italienischkenntnisse haben einen großen praktischen Nutzen – ob im Urlaub, bei Brief- und E-Mail-Freundschaften, bei einem Schüleraustausch oder einer Studienfahrt. Später helfen sie außerdem bei internationalen Studiengängen. Gerade in den Bereichen Jura und BWL genießen italienische Hochschulen einen hervorragenden Ruf.

Italienisch ist eine wundervolle, musikalische Sprache, die nicht nur gesprochen, sondern auch mit Gesten ausdrucksvoll begleitet wird. Italienisch zu sprechen heißt immer auch ein wenig Theater zu spielen.

Italienisch an der KSS 

An der Kurt-Schumacher-Schule kann man Italienisch als zweite (was für viele RealschülerInnen der Fall ist)  bzw. dritte Fremdsprache in der Gymnasialen Oberstufe beginnen und lernen. Sie wird als Grundkurs vierstündig in der Woche angeboten. Italienisch kann als mündliches Abiturfach gewählt werden. Zur Zeit werden die Kurse von einer muttersprachlichen Lehrkraft geleitet. In der Einführungsphase wird alle zwei Jahre ein Schüleraustausch mit der Partnerschule Galiani – De Sterlich in Chieti (Italien) organisiert. Die Teilnahme an Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und Kinoforen, die sich mit aktuellen Themen der italienischen Kulturlandschaft befassen, findet von Zeit zu Zeit statt.