Wie die Welt der Bücher KSS-Schüler begeistert

Wie in jedem der vorangegangenen zehn Jahre beteiligte sich die Kurt-Schumacher-Schule auch in diesem Jahr am Bundesweiten Vorlesetag, initiiert von der Stiftung Lesen, der Deutschen Bahn und der „Zeit“. Dazu wurden verschiedene Aktionen für Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen geplant, um ihnen das Lesen näher zu bringen.

„In allen Schulfächern ist Lesen sehr wichtig“, betonte Stephan Mierendorff, Leiter der gymnasialen Oberstufe. „Wenn nur ein paar Kinder nach diesem Tag mehr lesen, ist unsere Aufgabe erfüllt.“ Daher lobte er die Organisatorinnen des Vorlesetags an der KSS, die beiden Deutschlehrerinnen Nadine Mahlke und Kerstin Wenke, für ihren Einsatz.
Acht Gastleser – darunter Bürgermeister Guido Rahn, Pfarrer Werner Giesler und der ehemalige KSS-Schulleiter Dr. Hans-Jobst Krautheim – erklärten sich auch in diesem Jahr dazu bereit, in Klassen der Unter- und Mittelstufe vorzulesen.

Freudig wurde der Bürgermeister von zwei fünften Klassen erwartet. Ihnen las er einige Weihnachtsgeschichten vor. Anschließend beantwortete er den neugierigen Fünftklässlern jede Menge Fragen.

Als beliebtes Vorlesethema stellten sich in diesem Jahr die beiden Weltkriege heraus: So las Jana Kötter von der Frankfurter Neuen Presse die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Kurzgeschichte „Die Küchenuhr“ von Wolfgang Borchert. Diese handelt von einem Mann, der bei einem Bombenangriff seine Familie und all seine Besitztümer verliert; bloß eine kaputte Küchenuhr kann er aus den Trümmern seines Hauses retten.
Herbert Debus, ehemaliger Lehrer an der KSS, stellte einer 10. Klasse den dramatischen Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ vor, der die Erlebnisse eines Soldaten im Ersten Weltkrieg schildert. Derweil schilderte Pfarrer Giesler die Erlebnisse seiner Vorfahren aus der Weltkriegszeit.

Zahlreiche andere Klassen nutzten den Vorlesetag, um ein zweistündiges Lesefrühstück zu veranstalten, bei dem sie sich gegenseitig ihre Lieblingsbücher vorstellten und den Mitschülern aus ihnen vorlasen. Einige machten sich sogar die Mühe, selbst Geschichten zu schreiben und der Klasse vorzulesen. Oberstufenschüler hatten derweil die Möglichkeit, in verschiedenen Karbener Einrichtungen vorzulesen.

In der dritten und vierten Stunde gab es eine Autorenlesung mit Maja Nielsen, die ihren Roman „Feldpost für Pauline“ vorstellte. Darin wird ein alter, nicht zugestellter Feldpostbrief gefunden und den Nachfahren der eigentlichen Empfängerin übergeben. Diese stellen Nachforschungen zur Geschichte hinter dem Brief an und erfahren viel über eine Liebesbeziehung zu Zeiten des Krieges.
Rund 80 Schüler der Mittel- und Oberstufe lauschten gespannt, als Maja Nielsen vorlas und nebenbei viel Wissenswertes zum Ersten Weltkrieg erläuterte. Sehr gut kam das gefühlvoll und zugleich informativ geschriebene Buch sowohl bei den Schülern als auch bei den Lehrern an.

In der fünften und sechsten Stunde folgte eine Lesung von Deutschlehrerin Nicola Piesch, die aus ihrem Buch „Graf Müllratte“ las und sorgte damit für einen interessanten Ausklang eines wie üblich erfolgreichen wie gelungenen Vorlesetages.

 

Von Anna Binar (E1 Wa) und Kim-Anh Schäfer (E1 Pe)


Das Geheimnis des Briefes

Vorlesetag an der KSS befasst sich schwerpunktmäßig mit Erstem Weltkrieg. - weiterlesen

Artikel der Wetterauer Zeitung vom 22.11.2014


Impressionen vom Vorlesetag

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