Förderung von Schülern nichtdeutscher Herkunft

Intensivklasse

Schülerinnen und Schüler, die mit keinen oder nur sehr geringen Deutschkenntnissen an die KSS kommen, haben die Möglichkeit, die Deutsch-Intensivklasse zu besuchen.
Aufgabe und Ziel dieser sog.  DaZ–Klasse (Deutsch als Zweitsprache) ist es, die Schülerinnen und Schüler auf den Regelunterricht vorzubereiten und sie zu einer aktiven Teilnahme in der Regelklasse zu befähigen.

Schülerinnen und Schüler einer DaZ-Klasse befinden sich in einer besonderen Lebens- und Lernsituation. Vor dem Hintergrund einer Erfahrungswelt, die durch Verlust von Heimat und Freunden, Entwurzelung, oft auch durch eine veränderte Familiensituation geprägt ist, müssen sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit einer neuen Sprache, sondern auch mit einer anderen Kultur auseinandersetzen. Sie erfahren eine veränderte Lebensweltmit neuen Möglichkeiten, aber auch Grenzen, innerhalb dieser sie ihren Platz und eine neue Verwurzelung finden müssen. Hierbei werden die Schülerinnen und Schüler in der DaZ-Klasse unterstützt. Das Fördern individueller Stärken in einer wertschätzenden Lern- und Arbeitsatmosphäre  sowie das Schaffen von gemeinschaftlichen Erlebnissen spielen dabei eine besondere Rolle.

In der Regel verbleiben die Schüler ein Jahr in der Intensivklasse.

Sie erwerben dabei folgende grundlegende Kompetenzen:

  • Schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeit (Aufbau eines Grundwortschatzes)

  • Lese- und Hörverständnis mit dem Ziel, schulische und außerschulische Alltagskommunikation zu bewältigen

  • Schulische Lern- und Umgangsformen (Arbeits- und Sozialverhalten, Unterrichts-, Klassen- und Schulregeln )

  • Informationen und Wissen zur neuen Region (geographische, geschichtliche und kulturelle Kenntnisse)

  • Mathematische Grundkenntnisse bzw. deren Erweiterung oder Festigung

  • Erstes naturwissenschaftliches Fachvokabular und Basiswissen


Je nach Sprachentwicklungsstand werden die Schüler schon während des Intensivjahres individuell und stundenweise in eine Regelklasse integriert. Hierbei ist stets ein intensiver Austausch zwischen Intensivklassenlehrerin und Regelklassenlehrer wichtig.

Die DaZ-Lehrkraft hält über den Unterricht hinaus Kontakt zu Eltern, macht Hausbesuche, vermittelt, wenn nötig, Kontakte zu Ämtern und Einrichtungen.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit sowie den BFZ-Lehrkräften (Beratungs-und Förderzentrum Brunnenschule Bad Vilbel) an der KSS ermöglicht eine bestmögliche, ganzheitliche Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Nach dem Intensivklassenbesuch und einer erfolgten Integration in die Regelklasse erhalten die Schülerinnen und Schüler für ein weiteres Jahr 2–4 Wochenstunden Deutsch-Förderunterricht, um sie bei der weiteren Sprachentwicklung sowie bei Fragen und Problemen im Regelklassenunterricht zu unterstützen.

 

Beatrix Rinkart
DaZ–Lehrkraft an der KSS

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